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AG Geige am Ende?

Wie zu erfahren war, waren es schwere Unlustanfälle ...

... die die Mitglieder befielen und schließlich zur Einstellung des „AG.Geige“ benannten Musik- und Klamaukprojektes geführt haben. „So ist das Leben, so ist das Leben. / Es sollte nicht so sein“, würde die „AG.Geige“ ihr Ableben wohl hämisch verschämt quittieren.

Ein paar nachrufende und würdigende Worte hat sie allemal verdient. Die „AG.Geige“ – fragen Sie mich nicht, was hinter der Abkürzung steht, sicher ist nur das Femininum – wird zu Recht als eine der wenigen Ausnahmen gerühmt, die sich wohltuend vom sonstigen sog musikalischen Zonen-Underground abhob.

Mich erstaunten immer wieder die Naivität und der vermeintlich pointenlose Nonsens des Chemnitzer Quartetts, der am ehesten noch als eine fröhliche Mischvariante aus frühen „Foyer des Arts“ und den „Residents“ zu umschreiben wäre. Manchmal, wie bei dem Stück „Scheusal“, glaubt man sich an den Rand der Ereignisse geschwemmt, manchmal glaubt man sich in einer Strugatzki- oder Lem-Adaption wiederzufinden oder einer Verballhornung von Bettina Wegeners Sensibelhymne „Sind so kleine Hände“ zu lauschen. Unglaublich.
Eine Kassette („Yachtclub & Buchteln“, 1987), zwei CDs („Trickbeat“, 1989, „Raabe?“, 1991) und ein kleines Büchlein („Von Fröschen und Träumen“, 1992) stellen den Output dieser Band dar, der über den Plattenladen KIOX, Fürstenstraße 43, 09130 Chemnitz, für gar nicht mal teuer Geld zu beziehen ist. Bestellen Sie und lernen Sie dazu!

© 1996, Titanic









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