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Ihren Namen fanden sie auf einem Notenständer!

AG Geige – Pop mit Pappnasen ...

Sie ist am Wochenende zweifellos der Renner auf den Konzertbühnen in und um Dresden: die Chemnitzer Band „AG Geige“.

In der Radebeuler Sekte sorgen die mit Schnabelmasken, wallenden Gewändern oder anderen kurios-phantasievollen Kostümen bekleideten Musiker für eine akustisches und optisches Spektakel.

Beginn ist um 20 Uhr, Eintritt 8 bis 10 Mark. Fast alles in dieser Band ist unkonventionell. Ihren Namen gaben sie sich kurz entschlossen und spontan („Name ist Schall und Rauch“). Im früheren Probenraum fand sich unter verstaubten Orchesterrequisiten ein Notenständer mit Standarte, in die ein Schriftzug eingewebt war: AG Geige.

In der Musikrichtung legen sie sich nicht fest: Mit einem freundlichen Grinsen greifen sie in die Kiste der großen 60er Jahre, lassen sich aber ebenso gern von Punk und Free Jazz inspirieren. Das gerade fertiggestellte Album soll sich stärker am harten Rock orientieren.
Was das Eigenwillige der Bühnenshow von AG Geige ausmacht, ist das Intermediale. Ihr Erfindungsreichtum scheint unerschöpflich.

Auf einer Videowand bewegen sich zur Musik selbstgemachte Computergrafiken und Strichmännchen. Die lustigen Kostüme auf dem Bühnengrund scheinen Gemälden entstiegen, die ebenfalls zur Dekoration gehören. Bevor die Vier zu musizieren begannen, haben sie gemalt. Und dann muss der Tag gekommen sein, an dem sie sich nach Publikum sehnten. Morgen wird es ihnen wieder in Scharen zuströmen...

© 1991, Chemnitzer Morgenpost [U.Hu.]









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